Etappen

1. 09.05.2010
Fulda - Thalau
2. 10.05.2010
Thalau - Frauenroth

 

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17. Risstissen - Biberach

schöner Weg vor Schemmerberg Dienstag, 25. Mai 2010

30 km / 7 h
Risstissen – Untersulmetingen – Schemmerberg – Äpfingen – Laupertshausen – Mettenberg - Biberach
Das Frühstück bei der tschechischen Wirtin ist ausgezeichnet, Brötchen mit Schinken, Käse ein Ei oder auch zwei, Saft und vieles mehr. Ich esse viel und geniesse den Kaffee, denn ich habe eine grössere Etappe geplant. Nach ein paar Häusern sehe ich die Brauerei Föhr und auf dem Vorplatz steht auch der Braumeister, den ich gestern Abend kennen gelernt habe. Nach einem kurzen Schwatz wünscht er mir alles Gute für meinen Weg. Dieser führt auf dem asphaltierten Radweg über Untersulmetingen nach Obersulmetingen, gleich wie die letzten sechs Kilometer gestern. Die Pfadiübung im Wald vor Untersulmetingen findet nicht statt. Gemäss Führer soll dort der Weg besonders schwierig zum Suchen sein! Die Muschelzeichen und somit der neue, offizielle Weg führt auch über den Radweg. Das Wetter ist wieder schön und heiss. Darum kaufe ich in einem Lebensmittelgeschäft viel Mineralwasser und noch einen Picknick. Jetzt folgt ein wunderschöner Feldweg abseits vom Verkehr. Dieser führt am Schluss über eine steile Wiese nach Schemmerberg hoch. In der Kirche kann ich meinen Pilgerpass abstempeln. Jetzt verläuft der Weg wieder zur Strasse hinunter und zweigt schon bald auf ein schmales Strässchen in den lockeren Wald und durch ein Naturschutzgebiet ab. Nach ein paar Kilometern, kurz vor Äpfingen picknicke ich auf einer schattigen Bank. Gestärkt und ausgeruht wandere ich weiter nach Äpfingen am schmucken Bahnhof der Öchsle Museumsbahn vorbei. Der Jakobsweg verläuft nun auf einem Umweg über einen bewaldetetn Hügel nach Lampertshausen. Nach einem weiteren schönen Waldstück kann ich meine pfadfinderischen Kenntnisse doch noch gut gebrauchen. Die Markierungen an den Bäumen entsprechen nicht der Beschreibung im Führer. Dennoch finde ich den richtigen Kompromiss und somit den Weg nach Mettenberg. Vor Biberach ist ein gutes Beispiel, wie für den Jakobsweg versucht wird, möglichst abseits vom Verkehr, eine interessante Route zu finden. In Biberach betrete ich das Touristenbüro und frage nach einem günstigen Zimmer im Stadtzentrum. So lande ich im Hotel Drei Könige direkt am Marktplatz, sehr zentral gelegen. Nach dem Üblichen, duschen und Kleider waschen, schlendere ich ein bisschen durch die Innenstadt von Biberach und gehe etwas trinken.
Das Nachtessen nehme ich im Hotel Drei Könige, denn die haben gutes Essen hier. In der Gaststube ist nicht viel los. Einer schwatzt mit der Wirtin belangloses Zeug. Zwei andere Gäste sitzen an verschiedenen Tischen und gamen beide mit ihrem Laptop. Selbst während den fünf Minuten, wo sie ihr Essen herunter würgen, können sie das Spielen nicht lassen! Unmittelbar nach dem letzten Bissen zahlen sie und gehen. Haben die ein hektisches Leben! Denen würde der Jakobsweg gut tun! Ich nehme mir viel zeit zum Essen, geniesse jeden Bissen und jeden Schluck vom feinen Bier. Nach dem gemütlichen Nachtessen drehe ich noch eine Runde durch die Stadt und gehe dann nicht all zu spät schlafen.