Etappen

14. 22.05.2010
Böhmenkirch - Lonsee
15. 23.05.2010
Lonsee - Ulm
16. 24.05.2010
Ulm - Risstissen
17. 25.05.2010
Risstissen - Biberach
18. 26.05.2010
Biberach - Bad Waldsee
20. 28.05.2010
Ravensburg - Markdorf

 

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16. Ulm - Risstissen

Bei Einsingen Montag, 24. Mai 2010

27 km / 7 h
Ulm – Einsingen – Erbach – Oberdischingen – Risstissen
Kurz nach sieben Uhr erlebe ich hier ein fantastisches Frühstücksbüffet! Ich geniesse es richtig und nehme mir lange Zeit, denn das Münster öffnet sowieso erst um neun Uhr. Richtig satt packe ich meine sieben Sachen und bezahle die Hotelrechnung. Nun sitze ich auf einem Metallstuhl vor dem Münster und warte eine Viertelstunde bis die Pforte geöffnet wird. Sehr pünktlich, keine Minute zu früh, kann ich das imposante Bauwerk betreten und von innen besichtigen. Die Besteigung des höchsten Kirchturm der Welt erspare ich mir. Nach dem Rundgang in der Kirche schwatze ich noch ein bisschen mit der Dame beim Eingang und erhalte auch einen Stempel. Jetzt mache ich mich auf, auf eine etwas kürzere Etappe. Es ist Pfingstmontag und somit sehr ruhig in der Stadt. Der Weg aus Ulm ist sehr gut markiert und im Führer beschrieben. Nach etwa vier Kilometern erreiche ich auf einer Anhöhe den Stadtrand und bin somit wieder in der Natur draussen. Hier auf dem Hügel ist bereits einiges los. Zahlreiche Jogger, Inliner, Radfahrer und Spaziergänger geniessen bei Sonnenschein den Feiertag. Hier oben hat man einen herrlichen Blick auf Ulm. Kurze Zeit später führt der Weg vom Hügel runter und, und ich bin wieder alleine weit und breit.
Ich wandere über Felder, durch Wälder und über Hügel bis Erbach. Auf einem Bänkli in Richtung Kirche St. Martinus hoch picknicke ich im Schatten und lüfte meine Füsse. Nach dieser Rast wandere ich weiter über zwei Hügelrücken bis Oberdischingen. Noch ein paar Kilometer weiter überquere ich die Donau und marschiere auf dem viel befahrenen Radweg nach Ersingen. In einer sehr gut besetzten Gartenwirtschaft trinke ich einen Liter Mineralwasser. Von den zahlreichen Familien, den vielen Motorrad- und Fahrradfahrern werde ich schon als Exot bemustert. Jetzt sind es noch staubige und heisse vier Kilometer bis zu meiner Unterkunft in Risstissen. Im zweiten Gasthaus im Ort finde ich glücklicherweise ein Zimmer. Duschen, Kleider waschen wie üblich und wieder einmal rasieren und schon trinke ich gemütlich ein einheimisches Bier von der Brauerei Föhr aus diesem Ort Risstissen. Es schmeckt vorzüglich.
Das Wirtepaar ist eine junge Familie mit einem kleinen Sohn, er ist Grieche und seine Frau Mira aus Tschechien. Ich sitze in der Gartenterrasse hinter dem Haus alleine an einem Tisch und esse einen Herkules Teller und trinke ein Glas Merlot dazu. Weil der Wirt und Koch Grieche ist, frage ich, ob er auch Retsina, einen typisch griechischen, geharzten Wein, habe. Sie hätten wohl, aber der ist nicht kühl. Aber die aufmerksame Wirtin bringt mir vier Gläser mit je einem griechischen Wein zum Degustieren. Diese sind alle nicht auf der offiziellen Weinkarte. Ich wähle dann einen guten Weisswein aus. Am Tisch vor mir sind so sechs bis acht Personen aus dem Ort, so eine Art Stammtisch. Ich komme mit ihnen ins Gespräch und darf mich zu ihnen setzen. Das ist jetzt eine gemütliche und nette Runde. Einer der Gäste ist der Braumeister von der Brauerei Föhr, dem einheimischen Bier also. Zu seinen Ehren trinke ich abschliessend noch ein Föhr Bier. Nach interessanten Gesprächen gehe ich müde ins Bett und schlafe direkt ein.