Etappen

1. 02.09.2012
Grevenbroich - Köln
2. 03.09.2012
Köln - Brühl
3. 04.09.2012
Brühl - Euskirchen
7. 08.09.2012
Kronenburg - Prüm
8. 09.09.2012
Prüm - Waxweiler

 

PDF File diese Seite
PDF File ganzes Dokument

24. Neufchâteau - Bourg Ste-Marie (Graffigny-Chemin)

Alte Brücke über La Meuse Montag, 22. Mai 2017

30 km / 7 h
Neufchâteau – Pompierre - Sommerécourt - Nijon - Bourmont - Bourg Ste-Marie
Heute starte ich auf die erste Etappe von der diesjährigen Tour. Ich kann es kaum erwarten, bis es endlich los geht. Das Wetter ist sehr schön, und es wird sicher einen heissen Tag geben. Nach dem Picknick einkaufen im Supermarkt muss ich mich entscheiden. Nehme ich den Originalweg über die schnurgerade Landstrasse, welche auf der Römerstrasse gebaut wurde oder die Variante am Fluss Mouzon entlang, welche schöner sein soll, aber auch fünf Kilometer länger ist? Da mein GPS Track die Originalstrecke über die Landstrasse zeigt, wähle ich diese. Auch eine langweilige Landstrasse kann interessant sein. Jedenfalls bietet sie etwas Abwechslung, wenn auch in bescheidenem Rahmen. Aber ist jetzt schon sehr heiss.
Nach etwa zwei Stundenerreiche ich die kleine, alte Kapelle Notre Dame du Pilier de Saragosse. Nach ein paar Fotos geht es weiter bis Sommerécourt. Bei der Bushaltestelle finde ich ein Bänkli im Schatten, ideal für eine längere Mittagsrast. Die Schuhe ausziehen, die Socken zum Trocknen an die Sonne legen, und nun können die heissen und verschwitzten Füsse abkühlen und trocknen. Das ist eine Wohltat und sehr wichtig, um Blasen vorzubeugen.
Gestärkt und mit frischen Füssen wandere ich weiter. Bei Nijon verlasse ich den Jakobsweg, weil beim Etappenende Graffigny-Chemin keine Unterkunft hat. Wie kann man nur einen Etappenort wählen, wo es keine Unterkünfte und kein Restaurant gibt? Man müsste ein Zelt und eine Kochausrüstung mit dabei haben und auch Lebensmittel.
Also wandere ich keuchend bei brütender Hitze bergauf Richtung Bourmont. Auch in diesem schmucken, kleinen Städtchen gibt es weder Hotel noch Restaurant, Bar oder Laden. Weiter geht es zum Bahntrasse hinunter, dort über die Schienen und später über die alte Brücke über La Meuse (also über die Maas). Müde erreiche ich den Ort Bourg-Ste-Marie Wegen der abseits vom Weg gelegenen Unterkunft waren das 30 Kilometer statt deren 23. So gesehen kann ich froh sein, am Anfang die normale Route über die Landstrasse gewählt zu haben. Denn 30 Kilometer vorwiegend über heisse Asphaltstrassen sind genug für die erste Etappe. Jetzt sitze ich beim Hotel bei einem kühlen, wohlverdienten Bier und warte hungrig aufs Nachtessen.