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28. Auberive - Grancey-le-Château

Château Freitag, 26. Mai 2017

22 km / 6 h
Aubervive – Vivey – Lamargelle-aux-Bois - Grancey-le-Château
Das Frühstück hier ist nicht so überwältigend, eher etwas einfach für ein Luxushotel. Diese Übernachtung war sicher ein Erlebnis, wenn auch etwas teuer für einen Jakobspilger. Ich bin gespannt, was mich heute Abend erwarten wird? Schliesslich musste ich lange rumtelefonieren, bis ich etwas gefunden habe. Und für Übermorgen habe ich immer noch keine Unterkunft gefunden. Es ist alles belegt. Eine Variante wäre von Is-sur-Tille nach Dijon zu fahren und dort übernachten und am anderen Tag wieder nach Is-sur-Tille hochfahren. Jedoch selbst in Gijon ist nichts mehr zahlbares frei. Nur noch ein Zimmer ab 280.- Euro! Das ist mir dann doch zu viel. Vielleicht können mir ja die Leute helfen, bei denen ich heute Abend übernachte. Aber für übermorgen habe ich gebucht, ein Bed and Breakfast in Messigny.
Zum Glück habe ich heute einmal eine kurze Etappe, 18 Kilometer. Erfahrungsgemäss muss man immer etwa 10% dazu geben, somit erwarte ich etwa 20 Kilometer.
Der Weg verläuft wieder dem GR 7 und ist wirklich wunderschön, sehr viele Waldwege, dünne Pfade, immer wieder auf und ab, und auch hier, nicht geeignet für Radpilger. Diese müssen die langweilige und heisse Landstrasse nehmen. Ich bin sehr einsam auf diesen sehr gut ausgeschilderten Waldpfaden. Nach ungefähr der Hälfte treffe ich ein deutsches Pilgerpaar an. Wir begegneten uns kurz beim Start in Langres. Das Paar schätze ich so um die 40 Jahre. Sie wohnen in der Nähe von Aachen und wandern jeweils etwa zehn Tage pro Jahr auf dem Jakobsweg. Gestartet sind sie vor ein paar Jahren in Köln. Dieses Jahr wandern sie von Langres bis Chagny. Für heure wandern wir gemeinsam weiter und kommen zügig vorwärts, bis etwa fünf Kilometer vor Grancey.
Hier picknicken wiran einem Tisch mit zwei Bänken, welche seitlich am Tisch befestigt sind. Die Frau sitz auf der einen Seite und der Mann und ich gegenüber. Nachdem die Frau einmal aufgestanden ist, kippt der Tisch mit den Bänken nach hinten, und wir fliegen im Zeitlupentempo rückwärts zu Boden. Der Sturz war sanft, und es hat uns zum Glück nichts gemacht. Wir müssen lachen.
Zügig marschieren wir weiter bis zur Ferme, die zwei Kilometer vor Grancey liegt. Hier haben die beiden ihre Übernachtung gebucht. Als ich vor zwei Tagen angerufen habe, war alles schon belegt. Désolé! Musste ich mehrmals hören. Ich verabschiede mich von ihnen und wandere meinem Ziel entgegen. Im Dorf muss ich einmal kurz fragen, wo die Familie Naudet wohnt. Ganz oben beim Dorfplatz. Also keuche ich bei der Hitze da hoch und finde die nette Familie.
Herr Naudet ist mir behilflich beim Suchen einer Unterkunft für morgen. Nach langem Herumtelefonieren finden wir tatsächlich eine Unterkunft in Til-Chatel. Herr und Frau Naudet sind sehr nett und ich habe ein grossen Zimmer, einen Aufenthaltsraum und ein Badezimmer für mich alleine. Hier ist es sehr empfehlenswert. Es können bis zu fünf oder sechs Jakobspilger übernachten. Und das Nachtessen ist gut und reichhaltig, eine Suppe, Fisch mit Reis und Gemüse, eine Käseplatte und Früchte. Zum Trinken natürlich einen feinen Rotwein.