Etappen

36. 01.05.2014
Beaune - Meursault
37. 02.05.2014
Meursault - Chagny
38. 03.05.2014
Chagny - Mellecey
39. 04.05.2014
Mellecey - Buxy

 

PDF File diese Seite
PDF File ganzes Dokument

18. Metz - Gorze

Römischer Viadukt Dienstag, 01. Mai 2012

22 km / 7 h
Metz – Ars-sur-Moselle – Ancy-sur-Moselle - Gorze
Gestern sind Angelika und ich mit der Bahn von Will wieder hierhin nach Metz angereist, um unsere Pilgerreise wieder fort zu setze, welche wir letztes Jahr im September hier unterbrachen.
Also kennen wir uns hier in Metz bereits aus und übernachten wie auch letztes Jahr im bewährten, preiswerten Hotel Ibis direkt gegenüber des Bahnhofes.
Heute erwachen wir bereits um 6 Uhr und sind die ersten am Frühstücksbüffet. Nachher packen wir unsere Rucksäcke, und ich schalte nun zum ersten Mal mein neu erworbenes GPS ein. Zwar habe ich keinen Track im Internet gefunden, ich werde aber unseren Weg aufzeichnen. Und zum Suchen ist das GPS dennoch hilfreich, weiss man wenigstens, wo man ist. Nun der erste Teil ist nicht sehr schwierig. Wir wandern zur Kathedrale. Nachher erreichen wir die Mosel und wandern bei bedecktem Himmel, aber ohne Regen, jedoch etwas kühlem Wind, dem sehr langen Kanal entlang, der parallel zur Mosel flussaufwärts führt. Es ist 1. Mai und somit Feiertag, die Geschäfte sind alle geschlossen. Und es hat nur sehr wenig Verkehr. Auf dem Damm, dem Kanal entlang begegnen uns sehr viele Jogger, zahlreiche Fischer, die auf den grossen Fang warten und ein paar Radfahrer. Zu zweit ist dieser fast 10 km lange, schnurgerade Kanal Weg weit weniger langweilig als er alleine wäre. Angelika wandert zügig mit und nach zweieinhalb Stunden erreichen wir die Moselbrücke nach Ars-sur-Moselle. In der Bar beim Bahnhof rasten wir etwa eine halbe Stunde und trinken je eine Flasche Badoit. Jetzt kommt ein sehr interessantes Wegstück bis Ancy-sur-Moselle. Ein schmaler Pfad führt durch Buschwerk, an Rebbergen und Gärten vorbei. Es ist, oder es wäre sehr romantisch, diese schmalen und engen Pfade. Aber es kommen uns dutzende Biker entgegen, gegen 250 sollen es sein. Hier findet auf einem Rundkurs irgend so ein Rennen statt. Immer wieder müssen wir uns in die Büsche oder ins Dickicht ausweichen. Es ist sehr mühsam und lästig.
Auf halbem Weg ist noch ein Überbleibsel eines alten, römischen Aquaduktes. Die Römer bauten eine Art sehr lange Brücke bis nach Metz, um so Trinkwasser in die Stadt zu führen. Heute sind noch ein paar Bögen dieses imposanten Bauwerkes vorhanden. Hier rasten wir und essen eine Kleinigkeit. Gestärkt wandern wir etwa eine halbe Stunde weiter. Wir müssen nach wie vor den vielen entgegenkommenden Bikern ausweichen. Bei Ancy zweigt der Weg rechts ab, hoch auf die Lothringer Höhe. Hier hat es zum Glück keine Biker mehr. Nun scheint die Sonne immer mehr und es wird zusehends wärmer. Auf dem romantischen Waldpfad erreichen wir eine Aussichtsstelle und geniessen hier die weite, imposante Aussicht über das Moseltal bis weit hinten nach Metz.
Jetzt wandern wir auf sehr schönen Pfaden, etwas zickzack unserem Tagesziel Gorze entgegen. Im Dorfeingang fragen wir eine Einheimische nach dem Weg zum Chambres d’Hôte La Renaisance, wo wir ein Zimmer gebucht haben. Nach dem Zimmerbezug und der Dusche spazieren wir gemütlich durch den Ort bis zur Kirche. Hier findet am 1. Mai ein Dorffest statt. Zahlreiche Stände bieten am Flohmarkt alte Gegenstände, Antiquitäten, aber auch sehr viel Ramsch an. Bei der Festwitschaft gibt es Bier, Wein, Kaffee, Crêpes und Waffeln. Heute ist was los hier, das ganze Dorf auf den Beinen. Und wir sind möglicherweise die einzigen Fremden. Aber wir geniessen hier das bunte Treiben bis wir gegen 18 Uhr zur Unterkunft zurück gehen und hungrig aufs Nachtessen warten. Weil wir hier mitten in Lothringen sind, kocht die nette Wirtin, Carol Hirschlande für uns eine sehr feine Quiche Lorraine, eine einheimische Spezialität.