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10. Mettendorf - Echternach

Brücke nach Luxemburg Dienstag, 11. September 2012

26 km / 6 h
Mettendorf – Nusbauml – Ferschweiler Plateau – Bollendorf– Echternach
Als ich heute um sieben Uhr erwache, regnet es in Strömen, ja es giesst wie aus Kübeln. Heute gibt es wohl kein Postkartenwetter. Der Regen lässt mit der Zeit zwar etwas nach, aber während des reichhaltigen Frühstücks zieht ein gewaltiges Gewitter über uns her. Der Himmel verdunkelt sich stark. Somit warte ich hier, bis das Gröbste vorbei ist. Als ich kurz nach neun Uhr starte, tröpfelt es nur noch leicht. Ab neun ist auch die Kirche geöffnet, und ich erhalte hier den Stempel. Beim Beck kaufe ich Picknick und starte mit meinen Regenklamotten. Nach ein paar Kilometern regnet es nicht mehr und ich kann den Regenschutz ausziehen. Zwischen den Wolken zeigt sich sogar die Sonne. Es ist nicht mehr so heiss wie in den letzten Tagen, aber trocken und somit ideales Wanderwetter. Abwechslungsreich über schöne und nasse Wiesenpfade, dann Asphalt und wieder Pfade führt der Weg über Nusbaum hoch zum Ferschweiler Plateau und später durch einen abgelegenen Wald. Es ist tatsächlich ein mystisches Gefühl, so einsam durch diesen dunklen Wald zu gehen. Aber ich bin mir das schon gewohnt und mir gefällt es sehr. Ich bin gespannt auf die Wikingerburg. Es sind zwar nur noch Steinwälle vorhanden. Ich wandere weiter durch die zerklüfteten und romantischen Wälder. Hier wäre sicher ein Paradis für Geologen, die verschiedenen Gesteinsschichten zu analysieren.
Nach rund drei Stunden Wanderzeit erreiche ich das Fraubillenkreuz. Es ist einer der noch wenigen Menhire hier. Er wurde etwa 2 bis 3 Jahrtausende vor Christi errichtet. Bei der Christianisierung wurde der 3,5 Meter hohe Stein zu einem Kreuz umgestaltet. Hier raste ich und setze mich auf eine Bank in der Schutzhütte. Nachher wandere ich weiter. Und nun folgt das schönste Wegstück dieser Etappe. Ein richtiger Bergpfad führt durch die zerklüfteten Felsen bergab. Es ist wie ein Bergpfad in den Schweizer Bergen. Dieser anspruchsvolle Pfad erfordert eine gewisse Trittsicherheit und ist natürlich nichts für unsere Radpilger. Diese sausen auf der Strasse einfach den Berg runter und sehen gar nichts von dieser eindrücklichen Landschaft. Zum Glück wissen sie gar nicht, was sie verpassen.
Nun von Bollendorf führt der Jakobsweg der Sauer entlang, abwärts, zuerst auf der linken, deutschen Seite. Über eine neuere Brücke wechsle ich nun auf die rechte Seite und bin nun in Luxemburg. Jetzt sind es noch vier Kilometer und ich erreiche das luxemburgische Echternach. Das Hotel „Bon Acceuil“ ist mitten in der Stadt in der Nähe der sehenswerten Basilika St. Willibrord. Nach der Dusche bummle ich noch ein bisschen durch die Stadt und trinke nun ein Bier, auch hier ein Bit.