Etappen

 

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47. Saint-Haon-le-Châtel - St-Jean-St-Maurice-sur-Loire

St-Jean-St-Maurice-sur-Loire Sonntag, 04. Juni 2017

21 km / 5 h
Saint-Haon-le-Châtel – Renaisson – St-André-d’Apchon – St-Alban-les-Eaux - Lentigny – St-Jean-St-Maurice-sur-Lo
Nach dem Frühstück starte ich um Viertel vor neun auf die zum Glück kurze Etappe. Es ist kühl, wolkenverhangen, jedoch trocken. Ich komme gut voran. Es ist abwechslungsreich, Asphaltsträsschen, Naturstrasse, nasse Wiesenpfade, eine Herausforderung für meineGoreTex Schuhe. Und es kommen immer wieder verschiedene Dörfer. In drei Etappen bin ich nun grossräumig um die Stadt Roanne gewandert. Im zweiten Dorf hat das Casino offen, und ich kann tatsächlich Batterien kaufen, dazu Mineral und wieder einmal eine Saucisson.
Nach etwa fünfzehn Kilometern überhole ich doch tatsächlich eine deutsche Pilgergruppe. Es sind etwa zehn Personen.
Ich wandere ohne Pause durch und erreiche den heute lebhaften Ort St-Jean-St-Maurice-sur-Loire. Hier ist wirklich etwas los über Pfingsten. Es ist das Farbenfest „Loire en Couleur“. Hier sind sehr viele Besucher und auch zahlreiche Maler. Und im einzigen, noch offenen Restaurant ist sehr viel los. Ich esse dort eine Kleinigkeit, bevor ich zur Unterkunft gehe. Ich nehme es gemütlich, denn es ist noch früh.
Nach ungefähr einer Stunde erscheint doch tatsächlich die deutsche Pilgergruppe. Diese gehen am Restaurant vorbei, durch den alten Dorfkern weiter. Auch meine Unterkunft Chambre d’Hôte Echauguette liegt im alten, schmucken Dorfkern. Mein Zimmer ist sehr gross und wunderschön gelegen, mit direktem Blick zur Loire, welche da in einem halbrunden Bogen um den Ort fliesst. Ich geniesse die Aussicht, dusche, wasche Kleider und ruhe mich etwas aus. Unweit von meinem Zimmer in Richtung Loire hat es einen kleinen Kiesplatz. Da spielt eine Musikgruppe mir und ein paar Zuhörer auf dem Platz ein Ständchen.
Nachdem ich ausgeruht bin, schlendere ich durch diesen malerischen Ort, steige auf den Turm, geniesse die wunderbare Aussicht auf die Loire und sehe und höre dem Fest zu. Gegen Abend wird es nun etwas ruhiger, denn viele Besucher fahren nun nach Hause. Ich hoffe, dass ich gegen acht Uhr Nachtessen kann. Der einzige Beizer hier hatte heute einen sehr strengen Tag und erwirtschaftete einen gewaltigen Umsatz. Nun ist er sehr müde. Weil es heute hier nur ein Essen gibt, bekomme ich nochmals das Gleiche wie heute Mittag. Nach einem Schlummerbecher ist es auch für mich Zeit, mich in mein Zimmer zurück zu ziehen.