Etappen

11. 30.06.2011
Weitnau - Lindenberg
12. 01.07.2011
Lindenberg - Lindau
13. 02.07.2011
Lindau - St. Gallen

 

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9. Kempten - Buchenberg

Herrenwieser Weiher Dienstag, 28. Juni 2011

20 km / 6 h
Kempten – Kempten (Stadtrundgang) – Marienberg – Ermengerst – Buchenberg
Nachdem ich gestern eine lange und sehr strenge Etappe, 34 Kilometer bei grosser Hitze, hatte, beschliesse ich heute nur eine kurzes Stück zu gehen. Ich geniesse mein schönes viersterne Hotelzimmer und ganz speziell das reichhaltige Morgenbuffet. Um halb neun wandere ich mit dem ganzen Gepäck zum abgelegenen Bahnhof etwa eine halbe Stunde der Iller entlang. Patrick hat nämlich den Wunsch, dass ich vom Kemptner Hbf ein paar Fotos mache. Ich finde diesen Bahnhof allerdings nicht sehr speziell. Nun marschiere ich in die Innenstadt zurück und kaufe bei einer unfreundlichen Verkäuferin ein Mineralwasser. Nach einer Stadtbesichtigung starte ich auf den Weg. Es ist schon wieder brütende Hitze! Der Weg führt mich mehrheitlich auf Asphaltstrassen zum Glück teilweise im Schatten etwa eine Stunde stetig bergauf bis ich Marienberg erreiche. Nun wird der Weg bedeutend schöner und führt durch einen Wald zum Herrenwiesen Weiher hinunter. Dort liegen vereinzelt Leute, die sich auf der grossen Liegewiese sonnen oder im Schatten liegen. Ich suche für mich auch ein schattiges Plätzchen unter einem grossen Baum. Hier relaxe ich eine längere Zeit, trinke und esse noch etwas. Nach fast einer Stunde und ein paar Fotos von der schönen Gegend wandere ich weiter in Richtung Ermengerst, da wo Simone, eine der jungen Damen gestern im Biergarten, wohnt. In Ermengerst beginnt das Trassee der ehemaligen Isnybahn. Leicht ansteigend führt der Jakobsweg über dieses Trassee bis Buchenberg. Bereits nach 15 Uhr bin ich schon am Ziel. Es war ja auch eine lockere Etappe, aber sehr heiss, und ich bin trotzdem froh, schon hier zu sein. Der Gasthof Moorstuben hat heute Ruhetag, und es ist auch niemand hier. Im Hotel Landhaus Sommerau sind alle Zimmer ausgebucht. Haus Neppl, eine private Unterkunft ist am Umbauen und im Haus Hilde Frey nimmt niemand das Telefon ab. Was nun? Ich gehe zum Touristenbüro, das gibt es hier tatsächlich! Die nette, junge Dame ruft an ein paar Orten an, findet aber auch nichts. Sie vertröstet mich, dass Hilde Frey wahrscheinlich schon noch ein Zimmer frei hat. Ich versuche dort mehrmals anzurufen, aber es ist einfach niemand zu Hause. Der nächste Ort wäre Weitnau, auf dem kürzesten Weg etwa siebzehn Kilometer von hier und da will ich eigentlich morgen hin. Nun gebe ich Hilde Frey noch eine letzte Chance, sonst buche ich etwas in Weitnau, denn ich müsste sofort losgehen, damit ich noch vor 20 Uhr dort eintreffe. Und tatsächlich, Frau Frey nimmt den Hörer ab! Ja, ich könne kommen. Aber sie könne mir morgen kein Frühstück machen, weil sie bereits um 6 Uhr früh auf einen Ausflug zum Chiemsee gehen. Das ist kein Problem für mich, ich bin ja froh, überhaupt etwas gefunden zu haben. Nach dem Duschen und Kleider waschen bezahle ich gleich das Zimmer und der nette Herr Frey fährt mich ins Restaurant Sommerau, welches etwa zwei Kilometer entfernt ist. Da sitze ich nun glücklich bei einem kühlen Bier und warte aufs Nachtessen. Als Vorspeise bestelle ich einen Rucolasalat mit Cherrytomaten, gehobeltem Parmesan und Balsamico. Zum Hauptgang erhalte ich ein zartes Rumpsteak mit Spaghetti und gebratenem Gemüse. Dazu trinke ich den Hauswein Rosso. Den schönen und warmen Sommerabend lasse ich im Biergarten bei einem Glas Riesling ausklingen. Nun noch gemütlich zur Unterkunft spazieren und nachher gehe ich bald ins Bett.