Etappen

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3. 09.08.2005
Brünig - Ebligen
4. 10.08.2005
Ebligen - Interlaken
9. 15.08.2005
Romont - Bressonnaz

 

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65. Hontanas - Frómista

Iglesia de San Martin in Frómista Montag, 10. Oktober 2005

36 km / 7 h
Hontanas – Castrojeriz - San Nicola Itero de la Vega - Boadilla del Camino – Fromista
In der Herberge hier in Hontanas hat es Frühstückautomaten. Nach diesem etwas spärlichen Automatenzmorge verlassen wir das ruhige, herzige Dörfli. Der Weg führt über karge Wiesen leicht abwärts und mündet dann in ein Strässchen, welches uns bis zum markanten San Antón führt. Auch hier wäre eine Pilgerherberge gewesen. Wir wandern weiter bis zum alten Teil von Castrojeriz. In einer Bar hier genehmigen wir noch ein „richtiges“ Zmorge. Claudia und David sind noch müde von den gestrigen Strapazen und ziehen es vor ein Taxi zu nehmen. Wir verabreden uns in Frómista wieder. Sie sind ja nicht hier, um nach Santiago zu pilgern, sondern werden morgen mit dem Bus für ein paar Tage nach Léon fahren und Ende Woche wieder in die Schweiz zurück kehren.
Somit marschiere ich alleine weiter durch den lang gezogenen neuen Teil von Castrojeriz. Am Stadtausgang kann man den steinigen Pilgerweg über die ganze Ebene und schräg hoch bis auf die Krete Alto de Mostelares gut erkennen. Wie lange brauche ich wohl dort hoch? Eine Stunde, zwei Stunden? Nach ungefähr einer Stunde habe ich es geschafft. Oben angelangt werde ich mit einem herrlichen Panorama belohnt. Einen Blick zurück auf Castrojeriz hinunter oder einen Blick vorwärts über die unendlich scheinende Ebene voller nichts vor mir. Gibt es da unten überhaupt noch eine Ortschaft, gibt es da überhaupt noch Leben? Tatsächlich, nach einer weiteren guten Stunde erreiche ich Itero de la Vega. Höchste Zeit für einen Mittagsrast, ich habe bereits wieder grossen Hunger. Der Weg führt weiter durch öde Landschaften, mir bläst ein starker, lästiger Wind entgegen. Dafür ist die Temperatur angenehm. Ich erreiche das etwas verkommene Boadilla del Camino mit den zahlreichen, teilweise halb zerfallenen Lehmhütten. Nachher führt der schöne Weg entlang eines Kanals. Entlang dieses Rinnsales ist es grün, es hat Gras, von Wiesen sprechen ist etwas übertrieben. Auch Sträucher und Bäume spenden doch ab und zu ein wenig Schatten. Nach 35 Kilometern erreiche ich eine Schleuse. Von hier ist es noch eine Viertelstunde bis ins Zentrum von Frómista. In der Herberge Plaza St. Martin nahe bei der sehenswerten Kirche warten bereits Claudia und David auf mich. Nach der obligaten Dusche trinken wir gemütlich einen Apéro. Nun besuchen wir die interessante Kirche, man bezahlt selbst hier Eintritt. In einem der drei Restaurant werde ich von David zum Znacht eingeladen, herzlichen Dank! Jetzt rufe ich nach Hause meiner Frau und Paddy an und wünsche Ihnen eine schöne Reise. Sie werden morgen über Stuttgart nach Kreta in die Ferien fliegen.