Etappen

11. 17.08.2005
Lausanne Vidy - Rolle
12. 18.08.2005
Rolle - Commugny
14. 20.08.2005
Beaumont (F) - Frangy
15. 21.08.2005
Frangy - Serrières
16. 22.08.2005
Serrières - Yenne
17. 23.08.2005
Yenne - Le Verrou

 

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69. Mansilla de las Mulas - Leon

Kathedrale in Leon Freitag, 14. Oktober 2005

19 km / 3.5 h
Mansilla de las Mulas – Villamoros - Puente de Villarente - Leon
Ohne Zmorge, wie schon fast üblich in Spanien, starte ich alleine noch bei Dunkelheit und Regen auf die heutige, kurze Etappe. Nach gut sechs Kilometern esse ich in einer Bar ein Bocadillo und trinke Café solo. Der Regen lässt nach, und ich verlasse die Bar ohne Regenschutz und marschiere vergnügt Léon entgegen. In Valdelafuente verpasse ich fast die Abzweigung nach links zur Strasse hinunter. Diese Strasse wird immer breiter, es ist ratsam auf der linken Seite zu gehen, es wird immer schwieriger die viel befahrene Einfahrtstrasse nach Léon zu überqueren. Der Fussweg biegt dann links ab und schon erreiche ich das erste Quartier der grossen Stadt. Durch viele Strassen und später Gassen führt der gut markierte Jakobsweg an allen Sehenswürdigkeiten vorbei. Beim Platz vor der Kathedrale erkundige ich mich nach einer günstigen Pension. Ich erhalte mehrere Adressen und bereits bei der zweiten, Hostal Guzman el Bueno erhalte ich für 30 Euro ein einfaches Einzelzimmer.
Nach einer ausgiebigen Dusche, wieder einmal rasieren und Kleider waschen, fühle ich mich fit für einen Stadtrundgang. Auch die Sonne scheint wider einmal und vertreibt die letzten Wolken. Schon bald gehe ich Tapas essen und genehmige mir einen gehaltvollen Bierzo, Rotwein aus der Gegend westlich von Léon, dazu. Léon gefällt mir ausgezeichnet, ja es ist für mich die schönste Stadt am Jakobsweg, bis jetzt jedenfalls! Alles ist sehr sauber, die Kathedrale imposant und eindrücklich, jedoch nicht so übertrieben und innen überladen wie die in Burgos. Herausragend sind die Glasmalereien mit etwa 125 bis zu 12 Meter hohen Fenstern. Weiter sehenswert sind die Kirche Iglesia Isidore und natürlich der gepflegte Plaza Mayor. Ich fühle mich wie in den Ferien. Es ist interessant, wie man vom Laufen, was manchmal echt streng ist, schnell auf Vergnügen umschalten kann!
Vor der Kathedrale treffe ich zufällig Ewald. Wir degustieren einen feinen Ribera del Duero in der von meiner Tochter Claudia empfohlenen Degustazion Traditionales. Um sieben Uhr wollen wir mit anderen Pilgern ein Restaurant zum Nachtessen suchen. Aber alle öffnen erst um neun Uhr und die Pilger müssen aber um zehn spätestens in der Herberge sein! Da habe ich es besser mit der Pension. Die einzige Möglichkeit sind Fast Food und alle gehen dorthin. Ewald und ich ziehen es aber vor wieder in die Degustazion Traditionales zu gehen und dort zu einem Glas Wein diverse Tapas, Salami, Käse und Schinken zu essen. Weil Ewald auch in der Herberge ist, verlässt er fast panikartig um halb zehn das Lokal. Ich drehe noch eine Runde durch das Nachtleben von Léon, denn es ist Freitagabend. Um elf Uhr zieht es mich dann auch in die Federn.