Etappen

11. 17.08.2005
Lausanne Vidy - Rolle
12. 18.08.2005
Rolle - Commugny
14. 20.08.2005
Beaumont (F) - Frangy
15. 21.08.2005
Frangy - Serrières
16. 22.08.2005
Serrières - Yenne
17. 23.08.2005
Yenne - Le Verrou

 

PDF File diese Seite
PDF File ganzes Dokument

80. Santiago de Compostela - Cap Finisterre

Cap Finisterre Dienstag, 25. Oktober 2005

7 km / 2 h
Santiago de Compostela – Fisterra (Bus) - Cap Finisterre (und zurück)
Das Wetter ist trüb und grau, es regnet. Ewald, Joe und ich fahren mit dem Taxi vor 7 Uhr zum Busbahnhof. Dort essen wir Zmorge und steigen nachher in den Kursbus nach Finisterre. Die etwas langweilige Fahrt dauert über zweieinhalb Stunden, von der Landschaft ist bei diesem Nebel nicht viel zu sehen. Wir steigen aus, Joe, der schon einmal hier gewesen ist, erklärt uns den Weg und geht nachher in eine Bar Kaffee trinken und wartet bis wir in ein paar Stunden wieder zurück sind. Ewald und ich verlassen das Städtchen in Richtung Leuchtturm. Weil meine Wanderschuhe kaputt sind, wandere ich heute barfuss mit den Sandalen durch die nasse Gegend. Zum Glück haben wir kein Gepäck mehr zum Tragen. Jetzt marschieren wir durch den Nebel auf der Asphaltstrasse und sehen rein gar nichts, kein Meer, keinen Himmel, keine Häuser, keine Menschen und auch keinen Leuchtturm. Nun beginnt es auch noch zu winden, ein richtiger Sturm kommt auf. Plötzlich zweigt ein Pfad rechts hoch. Wir steigen auf den Hügelzug und können immer noch nichts sehen. Es wird immer unheimlicher, weil wir etwas die Orientierung verlieren. In der Ferne hören wir den tiefen, dröhnenden immer wiederkehrenden Ton des Leuchtturms. Der Sturm wird immer stärker, es ist kalt, und wir sind schon ganz durchnässt, als wir beschliessen umzukehren. Triefend erreichen wir nach diesem Horrortrip den Ort Finisterre und erwärmen uns in einem geheizten Lokal mit einem Carlos Primeros. Die langweilige Busfahrt führt uns zurück nach Santiago.
Die drei jungen Personen aus Uruguay sind soeben eingetroffen. Es ist interessant, wenn immer wieder bekannte Pilger eintreffen, die ich einmal überholt habe. Am späten Nachmittag besuche ich das Museum unter der Kathedrale. Nach einem feinen Apéro in der Vinothek gehen Ewald, Joe und ich noch einmal, gemeinsam Nachtessen. Bei einem Bier verabschiede ich mich bei meinem Pilgerkollegen Ewald. Er fährt morgen früh mit dem Bus nach Léon und fliegt anschliessend nach Deutschland zurück.