Etappen

23. 29.08.2005
Le Tracol - Tence

 

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24. Tence - St. Julien Chapteuil

Vulkanlandschaft Dienstag, 30. August 2005

28 km / 7 h
Tence - St. Jeures – Araules – Raffi - St. Julien Chapteuil
Nach dem sehr feinen, reichhaltigen Frühstück, das beste bis jetzt in Frankreich (!), werden wir mit dem Auto wieder nach Tence bis zum Touristenbüro gebracht. Nach einem kurzen Rundgang wandern wir weiter bis St. Jeures. In der épicerie beim Dorfplatz kaufen wir Picknick fürs Mittagessen. Noch Wasser trinken und Flaschen füllen beim Pilgerbrunnen, denn es ist wieder strahlend schön und heiss! Wir wandern weiter durch kleine Wälder und Wiesen, über Felder bis Araules. Jetzt beginnt der Anstieg bis zum höchsten Punkt Raffi zwischen Genf und Le Puy. Zuerst marschieren wir auf einer frisch geteerten Strasse hoch, dann zweigt der Weg rechts ab. Schweissgebadet erreichen wir Raffi. Als wir eintreffen, ist eine Pilgergruppe vor uns gerade wieder gestartet. Im Schatten an einer Steinmauer setzen wir uns nieder für den Mittagsrast. Die Schuhe und die Socken ausziehen, die Füsse auslüften ist eine Wohltat! Weil die Socken nach dem Mittagsessen noch nicht trocken sind, ziehe ich frische an. Die noch feuchten schnalle ich an den Rucksack zum weiter trocknen. Nach dem Start erleben wir eine prächtige Aussicht ins weite, vulkanische, sehr stark bewaldete Gebiet vor Le Puy en Velay. Der Jakobsweg verläuft nun wie auf einem schweizerischen Bergweg steil ins Tal hinunter. Die waldigen Abschnitte sind sehr romantisch. Nach ein paar Stunden in diesem abgelegenen Tal erreichen wir verschwitzt den Ort St. Julien Chapteuil. Weil wir gestern mit der Unterkunft so gute Erfahrungen gemacht haben, fragen wir auch hier im Touristenbüro nach einem „Chambre et table d’hôtes“. Schon bald werden wir von einem deutsch sprechenden Elsässer abgeholt. Er betreibt ein paar Kilometer oberhalb der Ortschaft mit seiner Frau das Chambre d’hôte Céline Zielinski. Hier erhalten wir das grosszügige Dachzimmer. Nach obligater Dusche, Tagebuch schreiben und Planung der nächsten Etappe, morgen „nur“ noch etwa 17 km bis Le Puy (!), erhalten wir bei einem interessanten Schwatz ein Elsässer Bier. Dieses entschädigt uns für die zwar nicht allzu weite, aber denn noch strenge Etappe, wegen des grossen Höhenunterschiedes und dem heissen Wetter. Zum Nachtessen erhalten wir nach einem bunten Salat aus eigenem Garten, die lokale Spezialität la Lentille Verte du Puy (grüne Linsen aus Puy). Eine echt französische Käseplatte mit frischem Brot und ein Mousse au Chocolat rundeten das Essen ab. Zum Essen wird uns ein feiner Rotwein und am Schluss ein selbst hergestellter Haselnuss Likör serviert. Ich fühle mich gut, bin aber froh um die kurze Etappe von morgen und den wohlverdienten Ruhetag übermorgen in Le Puy.