Etappen

23. 29.08.2005
Le Tracol - Tence

 

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37. Cajarc - Varaire

Gîte privé Marronniers, Varaire Montag, 12. September 2005

25 km / 7 h
Cajarc - Limogne en Quercy – Ferrières – Varaire
Nach dem improvisierten Zmorge starte ich erst etwa um ein Viertel vor neun auf die nächste Etappe. Zuerst ein Geschäft suchen, um Picknick einzukaufen, dann aber los. Der Weg führt vorerst flach aus dem Städtchen, welches an einer Schlaufe des Lot liegt. Seit fast einer Woche begleitet der Lot mich immer wieder. Dieser Fluss schlängelt sich in grossen Schlaufen Richtung Südwesten. Der Jakobsweg überquert diesen Fluss mehrmals. Dazwischen steigt der Weg jeweils auf einen Hügelzug, wo ich die Aussicht in die Weite wie ein Feldherr geniessen kann. Auch hier überquere ich den Lot und steige auf einem wunderschönen Pfad den Wald des Gebietes Quercy hinauf. Oben auf dem Hügelzug wird es flacher, die Aussicht zwischen den Bäumen durch auch hier faszinierend. Auf einer Steinmauer sehe ich einen jungen Pilger, der mir in Cajarc schon aufgefallen ist. Es ist Patrick aus Bern, 21 Jahre jung! Nun wandern wir gemeinsam. Obwohl ich Mühe habe, seinem horrenden Tempo zu folgen, gehen wir gemeinsam. Auf einer Wiese rasten wir und essen Picknick. Patrick möchte auch bis Santiago gehen, hat jedoch etwa einen Monat mehr Zeit als ich. Warum beeilt er sich dann so? Gestärkt marschieren wir zügig weiter bis vor Limogne en Quercy. Der Weg führt am Ort vorbei, aber weil wir Durst haben, zweigen wir ins Dorfzentrum ab. In einer gemütlichen Beiz trinken wir ein grosses Bier. Nachher wollen wir nicht zurück, sondern schräg vorwärts wieder auf den Weg zurück. Nach fast einem Kilometer merken wir, dass wir in der falschen Richtung unterwegs sind. Voller Ärger kehren wir um, und eine halbe Stunde später sind wir wieder richtig. Ein paar Kilometer später besuchen wir noch einen Dolmen. Nun wandern wir der Unterkunft in Varaire entgegen. Die letzten zwei Kilometer sind eine Qual, durch das warme Wetter ist das Bier recht in die Glieder geraten. Noch 400 Meter schleppen wir uns mühsam zu Gîte. In der schönen Gîte privé Marroniers erhalte ich ein kleines Einzelzimmer. Nun warten wir alle hungrig auf das Nachtessen.