Etappen

31. 06.09.2005
Nasbinals - Espalion
32. 07.09.2005
Espalion - Golinhac
33. 08.09.2005
Golinhac - Conques
37. 12.09.2005
Cajarc - Varaire
38. 13.09.2005
Varaire - Cahors
39. 14.09.2005
Cahors - Montcuq
40. 15.09.2005
Montcuq - Saint Martin

 

PDF File diese Seite
PDF File ganzes Dokument

46. Arblade le Haut (Nogaro) - Aire sur l'Adour

Weg vor Aire sur l'Adour Mittwoch, 21. September 2005

25 km / 6 h
Arblade le Haut (Nogaro) - Lanne Soubiran - Arblade le Bas - Aire sur l'Adour
Heute starte ich auf eine kurze Etappe nach Aire sur l’Adour, nur etwa 25 km. Es ist ein wunderschöner Weg zum Teil leicht hügelig, an vielen Weiden vorbei, auch zwischen hohen Maisfeldern durch. Es ist wieder einmal Bilderbuchwetter und sehr heiss. Ein paar Kilometer vor dem Ziel verläuft der Weg flach auf verschiedenen rechtwinklig zu einander angeordneten Geraden. Der Stadteingang bildet eine stark befahrene, lange, schattige Allee. Gegenüber des Stadtzentrums finde ich die sehr typische Pilgerunterkunft Maison de Pélerin. Ein herzlicher Empfang und ein einfaches Einzelzimmer bleiben in guter Erinnerung. Frisch geduscht besuche ich das schmucke Städtchen. Das am Adour liegende Städtchen Aire ist eine richtige südländische Stadt mit sehr viel Verkehr. Selbst der ganze Schwerverkehr führt mitten durch die Stadt. Fussgängerzonen kennen sie auch nicht. Da zwängen Autos und laute Töffs durch die engen Gassen, Schade!
Zum Nachtessen finde ich ein nettes kleines Lokal. Ich gönne mir wieder einmal ein grosses Entrecôte mit frischen Salaten und Pommes. Dazu trinke ich einen Madiran. Nach dem Essen und einem abendlichen Stadtrundgang spaziere ich in die Unterkunft zurück. Es ist noch nicht so spät, und im Aufenthaltsraum sind sehr viele Franzosen, essen Käse, Wurst und Brot und trinken wie könnte es anders sein, Weisswein und Rotwein. Spontan laden sie mich ein. Wir erzählen uns gegenseitig über unsere Erlebnisse und Erfahrungen. In Frankreich gibt es alle Arten von Pilger, beispielsweise solche, die ihr Gepäck mit Transbagage von einem zum anderen Etappenort befördern lassen. Leider klappt die Zustellung nicht immer. Eine Vierergruppe ist mit zwei Autos unterwegs. Vor dem Nachtessen fahren sie mit beiden zum nächsten Ort, lassen ein Auto dort und kehren mit dem anderen zurück. Am Morgen laden sie ihr Gepäck ins Auto und wandern ohne Gepäck zum nächsten Ort. Dann holen sie mit dem Auto das andere mit dem Gepäck, und so geht das immer weiter. Alles klar? Schliesslich sind auch solche wie ich unterwegs, die immer alles selber tragen und somit unabhängig und flexibel sind.