Etappen

31. 06.09.2005
Nasbinals - Espalion
32. 07.09.2005
Espalion - Golinhac
33. 08.09.2005
Golinhac - Conques
37. 12.09.2005
Cajarc - Varaire
38. 13.09.2005
Varaire - Cahors
39. 14.09.2005
Cahors - Montcuq
40. 15.09.2005
Montcuq - Saint Martin

 

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54. Roncesvalles - Pamplona

Stadttor Pamplona Donnerstag, 29. September 2005

43 km / 10 h
Roncesvalles – Zubiri – Larasoaña - Trinidad de Arre - Pamplona
Es ist noch dunkel als ich am Morgen früh noch vor 7 Uhr ohne Zmorge auf die Marathon Etappe nach Pamplona starte. Im Dunkeln wandere ich auf einem Waldweg etwa 3 km bis nach Burguete. In der ersten Bar ist schon wirklich was los. Dutzende von Pilger sind am Zmorge essen. Ich bestelle einen Café solo grande, das heisst einen grossen, schwarzen Kaffee und erhalte noch Toastbrot mit Butter und Konfi. Nach diesem kurzen Halt setze ich meine Etappe fort. Nun beginnt es zu tagen. Die Landschaft ist immer noch ähnlich schön und fruchtbar wie in Frankreich. Obwohl viele unterwegs sind, sehe ich eigentlich kaum jemand. In Aurizberri kaufe ich im Dorflädeli einen Liter Mineral und trinke ihn gleich vor der Türe. Der Weg führt durch eine wunderschöne Gegend mehrheitlich talabwärts, nun aber durch den Wald zum Alto de Erro hoch. Dort überquere ich die Passstrasse und wandere bergab ins Tal des Rio Arga bis Zubiri. Hier kaufe ich in einem Lebensmittelgeschäft feinen iberischen Schinken, Brot, Mineral und Schokolade. Mitten im Dorf auf einem Gartenstuhl esse ich dieses Picknick. Nach dem Mittagsrast führt der Weg wieder hoch, und ich überhole wieder einmal das Holländerehepaar mit dem Hund, denen ich in Frankreich schon oft begegnete. Die Magnesitfabrik hinterlässt eine riesige, schreckliche Mondlandschaft. Der Jakobsweg führt links hoch daran vorbei und nachher noch über einen Pfad durch das Gelände bei Larrasoaña wieder zum Fluss hinunter. Nun ist der Weg wieder viel schöner. Nach einem kurzen Wegstück etwas unterhalb der Autostrasse führt der Weg über einen grossen Parkplatz, dann rechts auf einem Pfad hoch dem Hang entlang. Selten überhole ich einen Pilger. Ich marschiere weiter und weiter, das Wetter wird immer wärmer, und so bin ich schon sehr froh als ich Trinidad de Arre erreiche. Nach der Brücke folgt ein sehr langes Stück durch städtisches Gebiet mit viel Verkehr, durch den Vorort Burlada bis zum Stadttor in Pamplona. Mit letzter Kraft nach dieser Megaetappe frage ich im Touristenbüro beim Plaza del Castillo nach einer günstigen Pension.
Ich leiste mir im Hostels Bearán ein Einzelzimmer mit eigenem Bad. So kann ich am Abend heim kommen wann ich will und freue mich, morgen einmal richtig auszuschlafen! Nach einem dreiviertelstündigen Vollbad bin ich nicht nur sauber, sondern auch wieder fit für den Ausgang. Weil es in spanischen Städten üblicherweise erst ab 21 Uhr Nachtessen gibt, habe ich genügend Zeit, mich in Pamplona etwas umzusehen und natürlich bei einem feinen Glas weissen Navarra die ganze, bis jetzt längste Etappe noch einmal Revue passieren zu lassen. Zum Nachtessen gehe ich in ein nicht ganz billiges Restaurant und geniesse wieder einmal ein gutes Stück Fleisch und eine heute schwer verdiente Flasche Navarra.