Etappen

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58. 03.10.2005
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59. 04.10.2005
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25. St. Julien Chapteuil - Le Puy en Velay

Kathedrale in Le Puy en Velay Mittwoch, 31. August 2005

17 km / 4.5 h
St. Julien Chapteuil - St. Germain Laprade - Brives Charensac - Le Puy en Velay
Schon früh steigen wir äusserst motiviert aus den Federn, heute geht’s nach Le Puy! Die erste Etappe, der Via Gebenniensis ist schon bald geschafft. Nach dem feinen Frühstück werden wir mit dem Auto wieder auf dem Dorfplatz abgesetzt. Es ist wieder Bilderbuchwetter! Wir haben nur eine kurze Etappe, somit bleibt genügend Zeit die Kirche von St. Julien Chapteuil auf dem Hügel zu besuchen. Nachher marschieren wir zielstrebig bis auf den Hügel vor Le Puy, wo wir die Stadt zum ersten Mal sehen. Nachher wandern wir noch über eineinhalb Stunden unter der gleissenden Sonne unserem heutigen Ziel entgegen. In Le Puy führt der Jakobsweg um die halbe Stadt rum und von hinten auf den Hügel zwischen den Vulkanfelsen zu Kathedrale hoch. Nach 25 Tagen erreiche ich nun Le Puy en Velay! Das erste, grosse Ziel habe ich geschafft! Schon bald fragen wir nach einer Unterkunft, aber über die Mittagszeit ist nichts zu wollen. Nach mehreren Anläufen gelingt es uns doch noch in der Gîte d’étape Capucin für zwei Nächte zu buchen. Der erste Eindruck von Le Puy ist überwältigend, und ich freue mich auf den Ruhetag von morgen! Nach dem Duschen unternehmen wir den ersten Stadtrundgang. In der Bibliothek der Kathedrale schreiben wir uns ins grosse Buch der Pilger ein. Um 18 Uhr findet ein interessanter Pilgertreff etwas unterhalb der Kathedrale statt. Etwas über 20 Personen sind hier und erzählen bei einem Gläschen Wein kurz über ihre gemachten Erfahrungen. Die meisten sind neu und starten ab hier. Diese sind besonders neugierig und fragen uns allerhand. Für 5 Euro erhalte ich hier auch einen neuen Pilgerpass, weil der erste schon beinahe voll gestempelt ist. Mit drei Franzosen gehen Rupert und ich in ein Nahe gelegenes Restaurant essen. Das Essen ist etwas einfach hier, kein grosses Festessen, obwohl wir es verdient hätten. Rupert geht schon bald in die Unterkunft schlafen. Ich gehe daher alleine noch auf einem der Plätze ein Bierchen trinken, denn morgen kann ich ja ausschlafen. Der Abend ist ganz gemütlich und erholsam. Selbstverständlich telefoniere ich noch mit meiner Familie, lese und schreibe noch ein paar SMS. Etwas nach 10 Uhr gehe ich auch in die Gîte. Im engen Schlafraum sind 4 von 6 Betten belegt und die Luft ist fast zum Abschneiden! Sofort öffne ich das Fenster direkt am Fussende meines Bettes. Nach und nach weicht die stickige Luft und ich schlafe friedlich ein.