Etappen

51. 26.09.2005
Aroue - Ostabat Asme
55. 30.09.2005
Pamplona - (Ruhetag)
56. 01.10.2005
Pamplona - Lorca
57. 02.10.2005
Lorca - Los Arcos
58. 03.10.2005
Los Arcos - Logroño
59. 04.10.2005
Logroño - Azofra

 

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77. Palas de Rei - Arzua

Galizischer Getreidespeicher Samstag, 22. Oktober 2005

30 km / 6 h
Palas de Rei – Casanova – Melide – Ribadiso – Arzua
Es ist noch dunkel als wir, Ewald und ich, nach acht Uhr die Herberge verlassen. Joe ist bestimmt schon eine Stunde unterwegs. Mit kleinen Taschenlampen suchen wir nach den gelben Pfeilen am Boden und an den Hausmauern. Nach zwei Kilometern gehen wir in einer Bar Zmorge essen. Nachher ist es heller, und wir setzen unseren Weg bei trockenem Wetter und auf tollen Wegen fort. Hier ist das Wandern angenehm, bedeutend weniger heiss als im Süden von Frankreich und in Navarra und La Rioja. Dafür ist meine braungebrannte Hautfarbe wieder verblasst und weiss wie Käse. In Casanova haben wir Joe eingeholt. Wir legen eine Foto-Pause ein, Joe wandert weiter. Kurze Zeit überholen wir Joe erneut, und wir verabreden uns in einer Pulperia in Melide zum Mittagessen. Schon bald überschreiten wir die Grenze zur Provinz A Coruña. Seit Ferreiros steht alle 500 Meter ein Grenzstein, so können wir im Kopf jeden Kilometer bis Santiago „abbuchen“. Kurz vor 12 Uhr erreichen wir Melide, weltbekannt für Pulpos! In der Pulperia Garnacha setzen wir uns gemütlich an einen Tisch. Karin, eine Pilgerin aus Wien, setzt sich zu uns. Wir bestellen vorerst einen Ribeiro, einen galizischen, trockenen Weisswein. Mit dem Essen warten wir noch auf Joe. Es dauert lange, und ich beschliesse Joe etwas entgegen zu gehen, ohne Gepäck natürlich. Eine Stunde nach uns trifft er doch noch ein. Wir geniessen die frisch zubereitete Pulpo, und als wir die restlichen 15 Kilometer der Etappe in Angriff nehmen wollen, geht draussen ein Platzregen nieder. Wir beschliessen noch eine Flasche Weisswein zu trinken und hier noch etwas zu warten, bis der Regen nach lässt. Nach interessanten Gesprächen etwa eine Stunde später hat der Regen tatsächlich nachgelassen und wir, das heisst Karin, Ewald und ich, setzen den Weg fort. Wie immer Joe etwas gemütlicher hinter uns. Ähnlich wie in Frankreich führt der Weg immer hoch und runter, dazwischen erleben wir einen kräftigen Regenguss. Aber das sind wir uns mittlerweile gewohnt, und wir spazieren gemütlich bis nach Arzu fort. Die Unterkunft ist recht hübsch, jedoch ist zur Zeit ein Stromausfall. Michael, der Däne ist auch hier. Ich habe ihn seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen. Noch ein Tag bis Santiago!!! Mit vielen anderen Pilgern hier gehen wir zusammen Nachtessen. Die Stimmung ist gut, viele teilen den Rest noch in zwei Etappen. Einige, darunter Ewald, Joe und ich, wollen morgen Abend am Ziel eintreffen.