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16. Serrières - Yenne

Blick auf Chanaz Montag, 22. August 2005

28 km / 8 h
Serrières – Chanaz – Jongieux – Yenne
Am Morgen stehe ich bereits um halb sieben auf. Es regnet nicht mehr, aber alles ist nass draussen. Zum Glück sind meine Kleider nur noch leicht feucht. Weil um diese Zeit im Campingplatz noch alles schläft und der Kiosk noch geschlossen ist, beschliesse ich ohne Zmorge zu starten. Der Weg führt flach über lange, schnurgerade Feldwege durch Wälder der Rhone entlang. Nach gut zwei Stunden erreiche ich Chanaz. Was steht da im Outdoor? In diesem Ort sind Fusspilger nicht sonderlich willkommen! Mal sehen! Der schmucke Ort liegt an einem Kanal, der von der Rhone durch ein Tal zu einem See führt. Chanaz ist ein Touristendorf mit Hafen und Campingplatz. Weil ich richtig Hunger habe, betrete ich das erste Restaurant auf der anderen Seite der markanten Fussgängerbrücke. Ich bestelle einen grossen Kaffee. Weil es hier keine Croissants gibt, schickt mich die Beizerin in die nahe gelegene Bäckerei. Wieder zurück stärke ich mich mit 2 Croissants und dunkler Schokolade, die ich noch von der Schweiz her habe. Ab Chanaz steigt der Weg sehr steil hoch auf ein Plateau. Dort, weit abseits vom Strassenverkehr treffe ich ein junges deutsches Pärchen. Die Frau hat nur ein paar abgelaufene Turnschuhe und einen kleinen Rucksack. Der Mann hat eine super Ausrüstung, aber auch einen viel zu grossen Rucksack, mit Zelt. Sie sind ab Genf für etwa zwei Wochen auf dem Weg. Heute sind sie in Chanaz gestartet und wollen bis Yenne. Da ich auch bis dorthin will, wandern wir gemeinsam weiter. Nach einem Picknick am Wegrand marschieren wir weiter durch Wiesen und Rebberge bis Jongieux. Nachher führt der Weg hoch bis zu einer kleinen Kapelle. Dort rasten wir noch einmal und geniessen die Aussicht Richtung Yenne. Nachher führt der noch nasse Waldweg sehr steil hinunter. Die arme junge Frau mit den lausigen Turnschuhen hat schon viele Blasen und nun der glitschige Abstieg! Wie soll das nur gehen? Vorsichtig gehen wir Tritt für Tritt langsam und stufenweise hinab. Zum Glück habe ich 2 Stöcke, sowie der Mann und ich wirklich gute Wanderschuhe. Nach einigen Rutschpartien erreichen wir doch noch die Talebene. Nun führt ein wunderschöner Weg einem Fluss entlang in einer Stunde nach Yenne. Eingangs Städtchen verabschiede ich mich vom jungen Pärchen, denn die gehen auf den Campingplatz. Ich trete ein in den Ort und finde das Hotel Le Fer à Cheval auf Anhieb. Es war eine schöne Etappe, obwohl es oft regnete. Nun plane ich noch die nächste Etappe und schreibe mein Tagebuch. Hungrig warte ich aufs Nachtessen.