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38. Varaire - Cahors

Pont Valentré in Cahors Dienstag, 13. September 2005

32 km / 8 h
Varaire – Bach - Mas de Vers - Cahors
Voll motiviert starte ich nach dem Zmorge mit Patrick auf die etwas längere Etappe bis Cahors. Dieser Ort ist bekannt für gute, etwas rustikale Rotweine, ich bin voller Erwartung. Zuerst wandern wir auf Asphaltstrassen relativ flach bis Bach und ein paar Kilometer später auf einer langen Römerstrasse. Nach der Unterführung der Autobahn steigt der Weg hoch. Es ist heiss und durstig! An einem etwas verlotterten Fussballplatz finden wir Wasser. Übrigens in Frankreich gibt es an jedem Friedhof Trinkwasser! Nur sind wir heute seit etwa 5 Stunden nicht mehr an einem Friedhof vorbei gekommen. Jetzt führt der Weg durch wildes Gebiet auf einem Hügelzug. Obwohl Cahors bald kommen muss, ist von der Stadt noch nichts zu sehen. Doch plötzlich sehen wir die markante Stadt, in einer Schlaufe des Lot gelegen. Der Abstieg verläuft problemlos. Es hat viel Verkehr hier, die Luft ist stickig und wir können froh sein, wenn es morgen weiter, wieder in die Natur raus geht. Vor der Brücke werden wir in ein Pilgerbüro gebeten. Wir erhalten Getränke und müssen allerlei Fragen beantworten. Woher wir sind, wohin wir wollen, Nationalität, Alter usw. Nachher betreten wir in der Lotschlaufe die Altstadt und suchen die Unterkunft. In einer Seitengasse parallel zur Hauptstrasse finden wir das Foyer des Jeunes en Quercy, eine Art Studentenheim. Das Vierbettzimmer ist nicht schlecht, die Zimmer sind hoch in diesem Altbau. Die sanitarischen Einrichtungen lassen etwas zu wünschen übrig. Bei den Duschen haben sie gerade einen Rohrbruch, und alles steht unter Wasser, selbst die Umkleideräume. Nun was soll’s, als einfacher Pilger soll man nicht zu viele Ansprüche stellen.
Patrick will in der Unterkunftsküche selber etwas brauen, und daher begebe ich mich alleine auf einen Stadtrundgang mit dem Ziel, ein gutes Restaurant zu finden. Aber woran erkennt man ein gutes Restaurant? Bald finde ich ein grösseres Restaurant mit einem Gartensitzplatz in der Seitenstrasse, und es sind bereits viele Gäste am Essen. Hier scheint es gut zu sein, und tatsächlich werde ich es nicht bereuen. Zum Menu mit einem guten Stück Entrecôte trinke ich natürlich einen rustikalen Cahors!
Als ich nach etwa 22 Uhr ins Zimmer zurückkehre, sind alle meine drei Zimmergenossen bereits am Schnarchen.