Etappen

77. 22.10.2005
Palas de Rei - Arzua

 

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40. Montcuq - Saint Martin

riesige Sonnenblumenfelder Donnerstag, 15. September 2005

26 km / 8 h
Montcuq – Montlauzun – Lauzerte - Durfort Lacapelette - Saint Martin
Das Zmorge ist eines der besten seit dem ich auf dem Weg bin! Um 8 Uhr verlasse ich also die empfehlenswerte Herberge in Richtung Zentrum von Montcuq um Picknick einzukaufen. Weiter wandere ich über äusserst schöne Wege, an dutzenden, riesigen Sonnenblumenfeldern vorbei, in schattigen Waldpartien, über Felder mit zum Teil happigen Steigungen. Aber das bin ich mich ja gewohnt. Das Wetter ist wieder einmal bilderbuchmässig schön, wolkenlos, praktisch windstill, und es wird immer heisser. Die Mittagsrast mache ich etwa zwei Kilometer nach Lauzerte auf einem Wiesenhang unter schattigen Zwetschgenbäumen. Bevor ich fast eingeschlafen bin, steige ich weiter hoch auf den Hügelzug, dann auf und ab bis zu einer Asphaltstrasse. Weil es heiss ist, muss ich viel trinken! Bei der Kapelle St. Servin gibt es gutes, frisches Wasser. Nun führt der Weg über Felder an Obstplantagen, dann wieder an Bachläufen vorbei, am Schluss leicht steigend bis zur L’Auberge de l’Aube Nouvelle. In diesem von vielen Pilgern besuchten Hotel trinke ich nochmals einen Liter Mineral. In Durfort Lacapelette verlasse ich den eigentlichen Jakobsweg nach rechts und suche die abgelegene Gîte in Besses Jones in der Nähe von Saint Martin. Die Wegbeschreibung stimmt gut, und ich erreiche die Unterkunft nach gut 2 km. In dieser Unterkunft von einer schottischen Aussteiger Familie betreut, sind noch 2 Pilgerinnen. Nun heisst es wie üblich Duschen, Kleider waschen, trinken, Etappe planen, Unterkunft reservieren, Tagebuch schreiben, SMS lesen und beantworten; es gibt immer viel zu tun. Um Handyempfang zu haben muss ich allerdings auf einen nahe gelegenen Hügel steigen!
Die Atmosphäre hier ist sehr nett und familiär. Herr Jones erzählt, warum und wie er hierhin ausgewandert ist und zeigt uns viele Fotos. Das Haus sei nur eine verlotterte Hütte gewesen. Er renovierte das ganz alleine während sie ein Jahr lang nebenan im Zelt gewohnt haben. Nun ist es ein kleines Paradies mit einem nahe gelegenen Teich, wo die beiden Buben baden können. Das Nachtessen ist fein, und wir werden von der ganzen Familie verwöhnt. Nur bezüglich Wein merkt man, dass der Schotte nicht viel davon versteht.