Etappen

77. 22.10.2005
Palas de Rei - Arzua

 

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58. Los Arcos - Logroño

Maurentöter Montag, 03. Oktober 2005

29 km / 7.5 h
Los Arcos - Torres del Rio – Viana – Logroño
In der österreichischen Unterkunft erhalte ich für drei Euro Zmorge. Nur der Hospitaliero und ich trinken zusammen Kaffe. Gestärkt durchquere ich Los Arcos und marschiere dann auf einer Piste, das ist ein Kiesweg, vier Kilometer pfeifengerade aus und dann plötzlich rechts. Über eine frisch geteerte Asphaltstrasse erreiche ich Sansol und nachher auf der anderen Talseite Torres del Rio. Oberhalb des Ortes beginnt eine sehr coupierte, 11 km lange Strecke mit viel auf und ab. Das Wetter ist strahlend schön, aber plötzlich beginnt es seltsam zu dunkeln. Ein kühler Wind streicht vorbei. Was ist da los? Es ist eine partiale Sonnenfinsternis, ein komisches Gefühl. Doch schon eine Stunde später ist das spezielle Ereignis vorbei. In Viana esse ich zwei Bocadillo und trinke ein Liter Mineral. Als Weinliebhaber freue ich mich auf die nächsten Tage! Ich betrete La Rioja! Es sind noch zehn Kilometer bis zum Hauptort dieses berühmten Weingebietes Logroño. Hier ist der Weg nicht besonders interessant, und auch die weinrote und autofreie Asphaltstrasse ist zwar gut gemeint, aber bei dieser Hitze nicht besonders angenehm. Etwa zwei Kilometer vor Logroño werde ich von einer alten Dame empfangen, erhalte einen Stempel und werde wieder einmal für die Statistik gezählt. Für ein Euro erhalte ich ein kühles Getränk. Nach diesem netten Empfang ziehe ich zügig weiter stadtwärts, über die Brücke des Rio Ebro und schon bald in die Gasse Calle Ruavieja mit der Pilgerunterkunft. Für nur drei Euro ist die Unterkunft recht gut. Weil Logroño bei den Pilgern nicht so beliebt ist, ziehen hier viele einfach vorbei. Die Leute hier sind alle sehr nett und geben sich grosse Mühe, die Stadt für Pilger attraktiver zu machen.
Nach einer Dusche gönne ich mir einen weissen Rioja, schreibe Tagebuch, plane die morgige Etappe und geniesse ganz einfach den Feierabend. Noch vor dem Nachtessen besuche ich die wenigen Sehenswürdigkeiten, die Kathedrale mit dem Maurentöter und den Pilgerbrunnen. Zum Nachtessen treffe ich mich mit mehreren anderen Pilgern aus aller Welt.